Reisebericht

 

Israel 2009

19.01. Jerusalem

(für größeren Plan bitte anklicken)

Der vorletzte Tag unserer Pilgerreise führte uns zum Tempelberg, der Klagemauer, der Gedenkstätte Yad Vashem und zur Knesset.


Wie jeden Tag starteten wir kurz nach 8:00 Uhr morgens um möglichst viel Zeit für unser umfangreiches Tagesprogramm zu haben.

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Unser Weg am Vormittag führte uns zu Fuss zur Klagemauer und dort zuerst über die provisorische Brücke hinauf zum Tempelberg.

Da uns der Weg quer über den Platz vor der Klagemauer führte mussten wir durch zwei intensive Kontrollen bevor wir von der Brücke aus das stetig zunehmende Treiben vor der Klagemauer beobachten konnten.

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Der Tempelberg präsentierte sich uns als sehr weitläufiges Gelände mit vielen Freiflächen, auf denen sich zum Freitagsgebet z.T. mehrere Tausend Menschen versammeln. An der Fassade der Al Aqsar Moschee sind noch einige Ornamente aus der Kreuzritterzeit zu erkennen. Ein Betreten der Moschee duch nicht-Muslime ist nur in seltenen Fällen mit einer Sondergenehmigung möglich. daher mussten wir uns auf eine Außenbesichtigung beschränken.

Von der Moschee geht es noch einige Stufen hinauf zum imposanten Felsendom, der ganz frei auf einem riesigen Platz thront. Irgendwo auf diesem Platz muss bis zum Abriss durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. der 2 Tempel gestanden haben, dessen West (Stützmauer) die heutige Klagemauer gewesen sein soll.

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Vom Plateau an der Felsenkirche aus hat man einen schönen Blick hinüber zum Ölberg, unserer ersten Station, als wir gestern in Jerusalem ankamen.

Vom Tempelberg gingen wir schmale Gässchen hinab zum Platz vor der Klagemauer.

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Der Bereich vor der Mauer ist strikt in Bereiche für Männer und Frauen getrennt. Es ist nicht gestattet den Männerbereich ohne irgendeine Kopfbedeckung zu betreten. Daher werden am Zugang kleine Kappen aus Pappe bereit gehalten, damit auch Touristen ohne vorhandene Kopfbedeckung diesen Bereich betreten können.

Später gingen wir wieder hinaus zur Davidsstadt, wo und unser Bus zur Fahrt an die Gedenkstätte Yad Vashem abholte. Am Jaffator konnten wir die einzige Bresche in der Stadtmauer erkennen, die vor ca 100 Jahren von den Türken in die Mauer gebrochen wurde, damit Kaiser Wilhelm bei seinem Besuch mit der Kutsche direkt in die Stadt einfahren konnte.

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Das neue Museum in Yad Vashem zeigt in eindrucksvoller Weise in vielen Stationen die Leider der Juden während des zweiten Weltkrieges. Das Museum ist eine Stahlbeton Dreiecks Konstruktion die quer durch den Berg gebaut wurde.

 Am Ende weitet sich das Dreieck um den Blick auf die benachbarten Hügel frei zu geben.

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 Besonders beeindruckt war ich vom Museum für die 1,5 Millionen während der Shoa getöteter Kinder. Der Innenbereich ist umfassend mit Spiegeln ausgekleidet, so daß die 6 brennenden Kerzen sich ca 1,5 Millionen mal um uns herum spiegelten. Jede Flamme symbolisiert eine Seele eines getöteten Kindes. In leiser Sprache wurden auch die Namen, das Alter und das Herkunftsland eines jeden getöteten Kindes vorgelesen.

Draussen vor diesem Museum sahen wir das Wahrzeichen und Symbol von Yad Vashem, der sechsflammigen runden Leuchter. Hierbei steht jede Flamme für eine Million getöteter Juden.

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Von der Gedenkstätte aus fuhren wir weiter zum Regierungsbezirk von Israel mit der Knesset, dem Parlamentsgebäude.

Direkt gegenüber der Knesset steht ein 7 armiger Leuchter, auf dessen Armen die einzelnen Stationen der jüdischen Geschichte dargestellt sind.

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Am Nachmittag bhatten wir noch etwas Zeit, um Jerusalem auf eigene Faust zu erkunden und Einkäufe zu tätigen. Faszinierend waren u.a. die Präsentationen von Gewürzen, die in großen Mengen, auch als Pyramide o.ä. aufgeschichtet, angeboten wurden.


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letzte Änderung: 08.02.09