Reisebericht

 

Israel 2009

18.01. Almog - Jerusalem

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Der sechste Tag führte uns aus dem tiefen Tal am Toten Meer hinauf nach Westen über die Berge nach Jerusalem. Dort konnten wir zu Fuß einige historische Stätten am Ölberg und rund um die Via Dolorosa, dem Leidensweg Christi erkunden.


Wir wohnten im Kibbutz Almog in einfach ausgestatteten Häusern.

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Rund um die Häuser war üppiges Grün und viele schattenspendende Bäume.

Der Blick durch die Büsche zeigte uns aber klar, dass direkt hinter der Umzäunung des Kibbutz die trockene Wüste liegt.

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Am Rande der Strasse nach Jerusalem konnten wir mehrere sehr ärmliche Beduinenbehausungen sehen. Sie liegen immer an den Hängen. Auf der Kuppe würden die Wellblächteile oder Zelte schnell durch Winde und Stürme weggeweht, im Tal besteht im Winter bei Regen Überschwemmungsgefahr.

Unser Fahrer Salim setzte uns mit dem Reisebus oberhalb des Ölbergs ab. Von dort hatten wir einen herrlichen Blick hinüber auf die Altstadt, den Tempelberg und den Felsendom.

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Den Gesichtern und der Körperhaltung kann man gut entnehmen, dass ein recht kühler, z.T. auch kräftiger Wind blies.

Aus der Tränenkirche heraus blickt man über den Altar durch ein halbrundes Fenster direkt hinüber auf den Tempelberg. (Felsenkirche direkt hinter dem Kreuz unter dem Kelch)

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Die hier erstellten Erinnerungsfotos zeigen sofort bekannte Motive im Hintergrund.

Am Fuße des Ölberges kann man im Garten Getsehmane die uralten, voraussichtlich noch aus der Zeit Jesu stammenden Ölbäume sehen.

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Die Todesangstbasilika oder auch Kirche der Nationen ist geprägt durch die zwölf Kuppeln, in denen jeweils u.a. Wappen der Länder zu sehen sind, die zur Errichtung der Kirche beigetragen haben.

An der Aussenfassade der Kirche der Nationen kann man ein herrliches Mosaik sehen.

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Durch das Löwentor ist auch schon Jesus von Nazareth auf seinem Leidensweg hinein nach Jerusalem gegangen.

Von hier aus geht es gerade in die Via Dolorosa, den Leidensweg Christi mit den einzelnen Stationen seines Leidens.

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In einem kleinen Lokal machten wir eine kurze Pause mit arabischem Kafee (ungefiltert) und Tee (mit frischen Blättern. In Jerusalem begleitete uns auch wieder Anna Stein die gerade in Jerusalem studierte.

Die Altstadt von Jerusalem ist fast autofrei. Da wir uns ausserhalb der Touristensaison und während des Gazakrieges in Israel befanden waren die Strassen auch von sehr wenig Touristen bevölkert. So konnten wir überall gut durchkommen und hatten auch die Ruhe sich einiges anzuschauen.

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An den meisten Stationen des Leidensweges Christi stehen heute kleine Kapellen, die uns Yitzak auf sehr interessante Weise erläuterte.

Teilweise kann man noch die Bögen alter römischer Triumpfbögen sehen, die heute an sonnsten durch die sehr enge Bebauung der Altstadt nicht mehr sichtbar sind. Deutlich sind auch die an jeder Ecke angebrachten Kameras zu sehen, die fast alle Strassen in diesem Bereich absichern.

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An einer Abbiegung der Via Dolorosa liegt unsere nächste Übernachtungsstätte, das Österreiche Hospitz. Sehr zenral gelegen und durch die Hanglage und hohe Mauern geschützt ein ruhender Pol in der Altstadt.

Der weitere Weg führt uns hinein in den Suc, den Einkaufsbereich mit vielen kleinen Geschäften.

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Anfangs noch sehr offen werden die freien Wege durch ausladende Auslagen und Warenpräsentationen auch über den Köpfen zunehmend schmaler. Kaum vorstellbar was hier in der Hauptsaison los ist.

Teilweise sind die Strassen im Suc auf beiden Seiten überdacht und haben auch in der Mitte ein Dachmit seitlichen Öffungen. Dies dient sowohl dem Sonnenschutz als auch dem Schutz vor den wenigen Regenschauern im Winter.

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Über kleine Seitenstrassen gelangten wir über einen Seiteneingang auf das Dach der Grabeskirche.

Dort auf dem Dach leben äthiopische Mönche wie in einem afrikanischen Dorf.

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Am Haupteingang kann man im ersten Stock eine alte Holzleiter erkennen. Da die Grabeskirche von mehreren Glaubensrichtungen gleichzeitig genutzt wird sind Veränderungen nur mit Zustimmung Aller möglich. Eine voraussichtlich bei einer Renovierung vergessene Leiter kann daher nicht entfernt werden. Sie ist mittlerweile zu einem von Touristen viel fotografierten Relikt geworden, das angeblich von Zeit zu Zeit erneuert wird wenn das Holz kaputt ist, damit die Geschichte für die Touristen erhalten bleibt.

In der Grabeskirche herrschen einige stark verschiede Ausstattunngsstile, wie hier der griechisch orthodoxe Stil vor.

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Unter der Hauptkuppel liegt im Inneren das heilige Grab. An dieser Stelle soll sich das Grab Jesu befunden haben.

Am Eingang, in Seitenkapellen und Nischen befinden sich noch weitere heilige Orte wie der Salbungsstein, der Golgothafelsen und die Stelle, an der das Kreuz Jesu gefunden worden sein soll.

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Nach ausführlicher Besichtigung der verschiedenen Bereiche der Grabeskirche machten wir draußen in einem Strassencafe eine kurze Rast.

Von dort gingen wir durch das jüdische Viertel in dem neue, an die bisherigen Baustile angepasste Gebäude zu sehen sind, in Richtung Klagemauer.

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Schon von dem etwas entfernten Treppenabgang aus sind Klagemauer und Tempelberg sehr beeindruckend. Das diese Punkte erst für den nächsten Tag auf unserem Programmstanden gingen wir nach Osten durch das Stadttor hinaus zur Davidstadt.

An vielen Stellen laden Bänke oder flache Mauern zum Verweilen ein. In der Davidsstadt nutzten wir die Möglichkeit hinab in die unterirdischen Tunnel und Kavernen zur Gihon-Quelle im Kidrontal zu steigen. Von dort führen zwei Tunnel, der Davids- und der Hiskijatunnel nach draussen. Durch den Hiskija Tunnel fließt das Quellwasser in den Shiloah Teich.

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Wir gingen ca 500 m durch den z.T. nur 65 cm breiten Davidstunnel trockenen Fusses nach draussen und erreichten dort nach kurzer Strecke die Reste des Shiloah-Teiches, der früher einen Teil der Wasserversorgung von Jerusalem sicherte und daher durch einen eigenen Mauerabschnitt und Festungstürme gesichert war.

Da es schon gegen 17:00 Uhr dunkel wird erreichten wir nach kurzer Busfahrt das nördliche Damaskustor, durch das wir zu Fuß ein paar hundert Meter zum österreichischen Hospitz gingen. Unser Gepäck war vorher von einem Boten des Hospitz mit einem Kleintransporter abgeholt und zum Hospitz gebracht worden.

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Im Hospitz angekommen haben wir nach dem Einchecken und Bezug unserer Zimmer noch etwas Zeit, um das Haus zu erkunden.

Vom Dach des Hospitzes haben wir einen herrlichen Blick über Jerusalem in der Abenddämmerung.

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Gerade Kirchen und Moscheen sind, z.T. farbig, beleuchtet und prägen das nächtliche Stadtbild von Jerusalem.

Wir haben auch einen direkten Blick hinüber zum Felsendom, der mit seinen blauen Kacheln und der vergoldenen Kuppel als imposantes Bauwerk aus der Umgebung absticht.

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Um "pünktlich" 18:30 Uhr ist für uns in den Souterrainräumen das Abendessen gerichtet. Man spürt überall die österreichische Gastfreundschaft und Disziplin. Nach dem Abendessen feiern wir in der Hauskapelle um 20:00 Uhr einen Gottesdienst und setzen uns danach noch gemütlich im Wiener Cafehaus zusammen.

Da das Cafehaus um 22:00 Uhr schließt erhalten wir einen Schlüssel für den Rittersaal, wo wir danach noch in gediegener Runde gemütlich zusammensitzen.

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letzte Änderung: 15.04.09