Reisebericht

 

Israel 2009

16.01. Le Banyas - Golanhöhen

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Am vierten Tag unserer Pilgerreise fuhren wir zu den Quellen des Jordans direkt im der libaniesischen / syrischen Grenzbreich und von dort durch die Golanhöhen zurück nach Tabgha.


Das Pilgerhaus der Deutschen Gesellschaft vom heiligen Land ist auf modernen westlichen Standard. Die weitläufigen Anlagen laden durch viele Plamen und üppige Grünanlagen sehr zum Verweilen ein.

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Das gesamt Areal ist gekennzeichnet durch eine gelungene Kombination von aufwendig renovierter alter wie ansprechend gestalteter neuer Bausubstanz.

Die neu gebauten Gebäude mit den Übernachtungsmöglichkeiten zeigen bauliche Anlehnungen an orientalische Karawansereien.

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Unsere erste Wgstrecke führte uns hinauf zum Berg der Seligpreisungen. Die dortige Kirche hat u.a. einen umlaufenden äußeren Arkadengang, von dem aus man eine herrliche Aussicht über den gesamten See geniessen kann.

Dies Aussicht lädt zu kurzem Verweilen ein. Auch hier konnte uns Yitzak einige Interessante Informationen zu historischen Begebenheiten mitteilen.

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Mit Fernglas und Foto kann man einige weit entfernte Details rund um den See erkunden bzw. für die Erinnerung festhalten.

Da einige der hier heimischen Tiere durch ihre an die Umgebung angepasste Färbung nur schwer zu entdecken sind freuten wir uns, auch einen Klippschliefer in freier Natur und nicht nur in Geschichten erleben zu können. Es bliebt der Einzige den wir sahen.

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Südlich von Kirjat Shmona querten wir den Jordan. Wie wir im nachinein erfuhren, lenkte uns unser Führer zur Sicherheit südlich um den Ort herum, da 2 Tage vorher 3 Katjusha-Raketen aus dem Libanon in der Nähe der Stadt eingeschlagen waren.

 Der Jordan besitzt drei Quellflüsse. Den Hazbani im Südlibanon, den Dan im nordern Israels und den Bayas (auch Hermonfluss) in den nördlichen Golanhöhen. Wir besuchten die Quelle des Banyas mit den Resten des Pantempels.

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Einige unserer Mitfahrer füllten sich Jordanwasser in mitgebrachte Flaschen ab.

Vor der Höhle oberhalb der Quelle konnten wir das gesamte Areal gut überblicken.

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Eine Seitenhöhle lud zu einem ersten Gruppenfot ein. Mit auf dem Bild ist auch Christian Müller, der gerade in Jerusalem studiert und uns ein Stück unseres Weges begleitete.

In dem Abfluss aus den Quellbecken konnten wir einige Fische sehen, was den Versuch anregte, die Fische trotz Spiegelungen im Wasser evtl. doch fotografieren zu können.

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Eine ca 1/3 stündige Wanderung entlang des Banyas uns vorbei an einigen idyllischen Plätzen.

Der Weg führte zwar relativ eben, der Fluss hat sich aber ein immer tieferes Bett in den Fels gegraben. So führte uns unser Weg einige Zeit später über viele Treppen durch einen Schilfwald hinab auf die Talsohle und auf der anderen Fluss-Seite zurück durch eine urwüchsige Tallandschaft.

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Auch wenn der Banyas nicht so kräftig erscheint, fanden wir uns doch bald wieder an einem kleinen See mit einem herrlichen Wasserfall.

Vom Bayas aus fuhren wir weiter hinein in die Golanhöhen. Am Rande eines Kratersees rasteten wir in einem drusischen Restaurant und kosteten herrliche Falafel in Teigtaschen (ähnlich Döner).

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Auf einer Bergspitze besichtigen wir einen ehemaligen Verteidigungsstand der israelischen Armee. Hier bekamen wir einen eindrucksvollen Eindruck davon, dass die gesamte Region auch heute noch davon geprägt ist, dass noch heute kein Friedensvertrag mit Syrien existiert, und im Vorfeld dieser Verteidigungsanlagen im Jom Kippur Krieg 1973 mit die heftigsten Panzergefechte aller Zeiten stattfanden.


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letzte Änderung: 08.02.09