Reisebericht

 

Israel 2009

15.01. Nes Amim - Tabgha

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Am Dritten Tag führte uns unser Weg vom Kibbutz Nes Ammim über Nazareth an den See Genezareth, den wir mit mehreren Stops einmal umrundeten, bis wir in Tabga unser Tagesziel erreichten.


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Der Morgen in Nes Ammim war sonnig aber mit einem recht kühlen Wind. Durch die allgegenwärtigen Bewässerungsanlagen ist ein üppiges Grün zwischen den Siedlungshäusern gewachsen.

Nachdem das Kibbutz früher von Rosenzucht, Avocado-Landwirtschaft und dem Bau von Holz-Wendeltreppen lebte, sind seit ein paar Jahren die Vermietung von Häusern und der Betrieb von zwei Gästehäusern die Haupt Einnahmequelle.

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Der Eingang zur Kirche des christlichen Kibbutz führt durch einen kleinen Kreuzgang, der in seiner Gestaltung schon fast japanische Züge hat.

In Nazareth, dem Geburtsort Jesu, erhielten wir das erste Mal Einblick in orientalisches Geschäftsgebaren. So werden Gewürze hier in offenen Säcken angeboten und das Feilschen um den Preis ist ein wichtiger Bestandteil des Kaufens.

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Im Hof der Verkündigungskirche sins an den Außenwänden einige Marienbilder, die von Ländern gestaltet und gestiftet wurden, die sich auch an der Finanzierung des Neubaus der Verkündigungskirche beteiligt hatten.

Ein Blick in das Umfeld zeigt weitere Kirchen und verschafft einen Eindruck auf Präsenz der Religiosität im täglichen Leben Nazareths.

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Das Gebäude der Verkündigungskirche ist sehr beeindruckend. Nicht nur die Größe der Kirche, sondern auch die ins Mauerwerk eingelassenen Texte und Ornamente demonstrieren ihre Bedeutung dieses Ortes für den religiösen Ursprung des Christentums.

Selbst die Nebeneingänge sind ornamentreich geschmückt. Die bronzenen Türen sind bedeckt von szenischer Darstellung biblischer Begebenheiten.

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 Das innere der Verkündigungskirche beeindruckt durch die Kombination erhaltener historischer Bausubstanz mit dem darüber errichteten modernen Kirchnbau.

Der Wechsel von Bereichen mit klarem Tageslicht und durch bunte Fenster in kräftigen Farben erhellten Teilen erzeugt unterschiedliche Stimmungen und öffnet immer wieder interessante Einblicke.

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Auch im Aussenbreich wurden durch unterschiedliche Ausgrabungen verschiedene historische Bebauungsreste offengelegt.

Selbst die Turmspitze besticht durch ihre schliechte, von Ferne filigran wirkende Ornamentik.

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Der gesamte Gebäudekomplex beeindruckt durch seine Proportionen und starke Formensprache.

Zu Fuß erkundeten wir einen kleinen Teil der Einkaufstrassen in orienttypischer Gestaltung. Schmale Gassen mit kleinen Geschäften an beiden Seiten und einem Warenangebot, das auch über den Köpfen aufgehängt präsentiert wird.

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Es fasziniert das üppige Angebot an frischen Waren wie Obst und Gemüse auf breiten Auslangen vor den Geschäften.

Der erste Blick auf den See Genezareth. Im Hintergrund kann man klein den Berg Hebron mit Schnee auf der Bergspitze erkennen.

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In Tabgha besuchen wir als erste Station die Brotvermehrungskirche. Im angeschlossenen Kloster lebt heute der frühere Pfarrer von St. Stephan, Herr Heinz Schmitz. Nach Eintritt in den Benediktinerorden hat er den Namen Bruder Zacharias angenomen.

Wie bei allen Sehenswürdigkeiten erhielten wir durch unseren Führer Yitzak ausführliche und interessante Einführungen in die historische Bedeutung des Geländes.

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Im Kreuzgang vor der Kirche ist ein kleiner Brunnen mit fischartig geformten Wasserausläufen und einem großen Olivenbaum in der Mitte des Hofes.

Auf der Eingrenzug des Beetes um den Olivenbaum lässt sich gut Rasten und Sonne tanken. Hier im Hof war es windstill und daher angenehm in der Sonne zu sitzen.

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Von der Brotvermehrungskirche aus liefen wir ein kleines Stück zur Petruskapelle hinunter an den See Genezareth. Hier konnten wir deutlich sehen, das der See durch die letzten drei trockenen Winter einiges an Wasser verloren hat.

Unser nächster Stop führte uns kurz darauf in ein Restaurant am See, in dem wir entweder Salat oder den hier typischen Petrusfisch assen.

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Beim nächsten Halt in Kafarnaum besichtigten wir die umfangreichen Ausgrabungen rund um das früher Haus von Simon Petrus. Im zu Ehren steht auch direkt im Eingangsbereich eine groß Petrus Statue.

Die Reste einer Synagoge verschfften uns mit den Erläuterungen unseres Führers eine guten Einblick in zweitausend Jahre alte Traditionen.

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Der runde Mauerteil in der Mitte sind die Rest des Hauses, in dem Simon Petrus gelebt haben soll. Die achteckigen Mauern darum sind die Fundamente einer früheren achteckigen Kirche, die über dem Petrushaus einmal gestanden hatten.

Über den Restes des Hauses von Simon Petrus wurde eine katholische Kirche gebaut. Diese steht in der Tradition von Kirchen, die über wichtige religiös-historische Stätten gebaut wurden und gleichzeitg Einblicke in die freigelegten Bebauungsreste gestatten.

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In der Mitte des Gebetsraumes ist ein Glasboden, durch den man hinab auf die alten Gebäudereste sehen kann.

Am Ostufer des See Genezareth bestiegen wir eines der Boote, die alten Funden nachgebaut wurden und von der Bauart den Booten entsprechen sollen, mit denen zu Zeiten Jesu Fischen den See befuhren. Daher werden diese auch Petrusboote genannt.

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In der Abendsonne lässt es sich gut aushalten, da der kühle Wind sich ziemlich gelegt hatte.


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letzte Änderung: 08.02.09