Reisebericht

 

Israel 2009

13.01. Anreise - Tel Aviv

Eine Israelreise in krisengeschüttelter Zeit? Ihr fahrt in ein Kriegsgebiet? Ihr seid vielleicht mutig, jetzt, wo der Gazakrieg tobt fahrt ihr in die Kriesenregion. Hoffentlicht kommt ihr heil wieder.

Diese und viele andere Aussagen bekamen wir von fast Jedem zu hören dem wir erzählten, dass wir nach Israel fahren wollen.

Ich gebe zu, als normale private Urlaubsreise hätte ich mir ähnliche Gedanken gemacht. Durch die Organisation und Begleitung durch einen israelischen Reiseveranstalter konnten wir uns jedoch in guten Händen fühlen.

Doch wie kamen wir dazu, eine Reise nach Israel zu planen?

Im letzten Sommer hatten Petra und Michael Stein die Idee, Ihre Tochter Anna, die in Jerusalem studiert einmal zu besuchen. Schnell reifte die Vorstellung, dass es in einer Gruppe mit örtlichem Führer bestimmt sehr interessant und auch sicherer sei. Durch eine Internetrecherche erfuhr Petra, daß bereits ab 15 Personen eine individuell angepasste Reise in eigener Gruppe möglich ist. Eine Umfrage unter Freunden ergab recht schnell genügend Interesse. So bereiteten wir in mehreren Treffen und einigen Diskussionen unsere gemeinsame Israelreise vor. Die Unterstützung durch SIR Reisen in Köln klappte sehr gut. Im Dezember kam sogar ein Mitarbeiter von SIR Reisen zu einem unserer Treffen, wo er uns mit einer Präsentation und interessanten Erläuterungen auf die bevorstehende 1 wöchige Reise einstimmte. Auch konnte er unsere Fragen direkt beantworten und noch bestehende Unsicherheiten beseitigen. Wir hatten mittlerweile noch zwei weitere Anknüpfungspunkte für unsere Reise. Christoph, der Sohn von Danel und Anne studiert ebenfalls in Jerusalem und unser früherer Pfarrer Schmitz von St. Stephan lebt nach seinem Beginn des Ruhestands und Eintritt in den Benediktinerorden als Bruder Zacharias in Tabgha am See Genezareth. So hatten wir jetzt 3 Personen, die aktuell vor Ort leben und gerade in den Tagen nach Start des Gazakonfliktes mit aktuellen, beruhigenden Informationen versorgen konnten.

Am Dienstag den 13.1. hiess es für uns sehr früh aufstehen, da in der Hektik der letzten Tage noch nicht gepackt hatten. Wir fahren um 11:01 Uhr mit der Strassenbahn ab Juxplatz zum Treffen am Mainzer Hauptbahnhof, um von dort mit der S-Bahn zum Frankfurter Flughafen zu fahren. Dort erwartete uns bereits Pfarrer Differenz, der früher als Kaplan in Gonsenheim tätig war, weiterhin Kontakt zu einigen Gonsenheimern hat und direkt von Lorsch aus zu uns stieß. Nach dem Einchecken gingen wir gemeinsam in die von uns reservierte Flughafenkapelle, um dort eine gemeinsame Morgenrunde zu feiern und für eine gute uns sichere Reise zu beten.

(für größeren Plan bitte anklicken)

Nach den Israeltypischen strengeren Sicherheitskontrollen und der persönlichen Befragung aller Reisenden nach dem Woher und Wohin, dem Grund der Reise und ob einem jemand etwas mitgegeben hat fliegen wir mit nur etwas weniger als halb gefüllten Flugzeug Richtung Israel.

 Um 14:10 Uhr steigen wir in den Flieger in und kommen nach ca 4 Std. Flug und Zeitumstellung um 1 Stunde um 19:45 Uhr auf dem Flughafen Ben Gurion Flughafen an. Dort erwartet uns bereits eine Dame von Amiel Tours und geleitet uns zur Gepäckabholung und dann hinaus zum Parkplatz zu dem wartenden Kleinbus mit Fahrer Salim und unserem Führer Yitzak.

unser eigener Bus in der ganzen Woche

Wir besorgen uns noch an einem Wechselschalter Shekel (die Automaten akzeptieren unsere EC und Kreditkarten nicht) und fahren dann direkt nach Tel Aviv in unser erstes Hotel "Tal". Dort wurde das reichhaltige und leckere Buffet extra für uns länger offen gehalten.

links das Hotel Tal für unsere erste Nacht

Nach dem Abendessen gehen wir noch gemeinsam ans Meer, das nur ca 200 m entfernt ist. Es weht ein recht kühler, und zum Teil kräftiger Wind. Der Abendspaziergang am Ufer des Mittelmeeres ist recht romantisch. Ausser uns sind recht wenige Leute unterwegs, nur an einigen Musiklokalen stehen junge Leute und warten auf Einlass.


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letzte Änderung: 04.02.09